Förderung eines effizienten Zwischenfruchtanbaus zur Verbesserung des Klima-, Wasser- und Bodenschutzes in der Landwirtschaft 2.0 Kurzbezeichnung: „EffiZwisch 2.0“

Projektleitung:
Prof. Dr. Florian Wichern (Hochschule Rhein Waal)
Prof. Dr. Thomas Weyer (Fachhochschule Soest)

Projektdauer:
01/2019-12/2021

Projektinfo:

Um Zwischenfrüchte zielgerichtet zur Reduktion von N-Verlusten, zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung und zur Verbesserung des Bodengefüge-Zustandes in intensiven Ackerbausystemen einsetzen zu können, wird die Erfassung der Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte in der Pflanzenbiomasse notwendig.
Vor diesem Hintergrund werden in dem Projekt, aufbauend auf den Erkenntnissen des Projektes „EffiZwisch 1.0“ die Biomasseaufwüchse unterschiedlicher Zwischenfrüchte und Zwischenfruchtgemenge bei unterschiedlichen Düngeniveaus erfasst. Zudem werden die Kohlenstofffreisetzung und der Stickstoff-Transfer in die Folgekultur untersucht. Die im vorliegenden Projekt gewonnenen Ergebnisse sollen die bereits im Projekt „EffiZwisch 1.0“ ermittelten Daten stärken.
Ergänzend wird die Nitratverlagerung während der Vegetationszeit überwacht und die N-Verluste quantifiziert.
Um den Einfluss der Zwischenfrüchte auf die Verbesserung des Bodengefüges zu erfassen, wird der „Bestimmungsschlüssels zur Erkennung und Vermeidung von Bodenschadverdichtungen im Feld“ nach WEYER & BOEDDINGHAUS angewendet.

Förderung durch:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV)

Kooperationspartner:
Hochschule Rhein-Waal, Prof. Dr. Florian Wichern, Prof. Dr. Dietrich Darr, Dr. Christian Fritz
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Prof. Dr. Thomas Döring, Dr. Eike Lüdeling
Universität Rostock, Prof. Dr. Nicole Wrage-Mönnig
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK), Haus Riswick

Grünlandwirtschaft in der Mittelgebirgsregion in Nordrhein – Westfalen: Ressourceneffizienz und mögliche Wirkungen von Bodenschadverdichtungen

„Grassland Systems in Low-Mountain Regions of North Rhine-Westphalia: Ressource Efficiency and Potential Harmful Effects of Soil Compaction”

Projektleitung:
Prof. Dr. Thomas Weyer
Prof. Dr. Harald Laser

Projektdauer:
07/2018 bis 05/2021

Projektinfo:
Nordrhein-Westfalen verfügt neben botanisch vielfältigen Grünlandflächen über Wiesen, Mähweiden und Weiden mit einem hohen Potential für die Erzeugung von Grundfutter für die Milchkuhfütterung.
Das Projekt dient der Erhöhung der Grundfutterqualität und der Proteinerträge, sowie der Ressourceneffizienz bei gleichzeitiger Reduzierung von Emissionen, vor allem bezogen auf Stickstoff. In diesem Zusammenhang stellt sich in den letzten Jahren ein wachsendes Problem in den Vordergrund, das sowohl in der Praxis als auch in der Literatur bislang noch wenig Beachtung gefunden hat: Bodenschadverdichtung im Grünland. Ursachen können u.a. Drucklasten durch Zugmaschinen und Geräte sein, da deren Gewichte in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen sind.
Inwiefern sich dies in Form von Bodenverdichtungen bemerkbar macht, soll im Zuge des Projektes wissenschaftlich untersucht werden. Dazu werden landesweit Grünlandstandorte aus Praxisbetrieben ausgewählt und anhand von Bodenkennwerten und Artenzusammensetzungen auf ihre Verdichtungsneigung untersucht.

Die Identifikation von Ursachen für das Auftreten von Bodenschadverdichtungen steht hierbei im Vordergrund. Ebenso die Einschätzung von Risiken für die Bodenfunktion und Ertragspotentiale durch das gewählte Betriebssystem der Auswahlbetriebe. Ein weiteres Ziel der Untersuchung besteht darin, die einzelnen Managementfehler zu detektieren, sowie in der Grünlandpraxis ein Bewusstsein für das Problem der bewirtschaftungsbedingten Bodenverdichtung zu schaffen. Im Nachgang sollen nachhaltige Optimierungsmöglichkeiten und Lösungsansätze für die Bewirtschafter erarbeitet werden.

Förderung durch:

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Projektbearbeitung:

M.Sc. Marc Wolf
B.Sc. Kai Günther

Erstellung eines Konzeptes zur Umsetzung des Bodenschutzes in Planung und Ausführung von Maßnahmen sowie bei der Rekultivierung von Böden im Erdkabelbau

Projektleitung:
Prof. Dr. Thomas Weyer
Prof. Dr.-Ing. Theo Kötter (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Projektdauer:
07/2017 bis 06/2020

Projektinfo:
Im Zuge der deutschen Energiewende hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen und ist bestrebt, die Verstromung von fossilen Energieträgern stark zu reduzieren. Alternativ wird stetig neue Erzeugungskapazität aus dem Bereich der erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung hinzugebaut. Große Zuwächse sind in den Küstenbereichen der Nord- und Ostsee durch die Windenergie aus Off-Shore-Windparks zu verzeichnen. Der hier erzeugte Strom muss in die Hauptverbrauchszentren im Süden und Westen der Bundesrepublik gelangen. Hierzu ist das Energieleitungsnetz bedarfsgerecht durch die Netzbetreiber auszubauen. Neben der Optimierung und Verstärkung bestehender Leitungen setzt das Bundesbedarfsplangesetz von 2013, geändert 2015, insgesamt 65 energiewirtschaftlich notwendige Neubauvorhaben für das deutsche Übertragungsnetz Strom fest. Durch Novellierungen sind sukzessive weitere Vorhaben hinzugekommen, bei denen die Höchstspannungsleitungen abschnittsweise oder sogar vollumfänglich als Erdkabel realisiert werden sollen.
Erdkabeltrassen lassen in der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz erwarten. Zugleich ist aber auch der Eingriff in das Schutzgut Boden wesentlich umfassender als bei einer Freileitung. Die Energieleitungstrassen verlaufen überwiegend auf landwirtschaftlich genutzten Böden quer durch die Republik, die durch ihre vielfältigen Funktionen, wie beispielsweise ihre natürliche Bodenfruchtbarkeit oder ihre Wasserspeicherfähigkeit teilweise besonders schützenswert sind. Deshalb wird bei Bauausführung und anschließender Rekultivierung das anspruchsvolle Ziel verfolgt, den ursprünglichen Bodenzustand unter Berücksichtigung der Nutzung durch die Landwirtschaft bestmöglich wiederherzustellen.
Im Rahmen des interdisziplinären Projektes sollen methodische Grundlagen und vorhandene Empfehlungen des vorsorgenden Bodenschutzes geklärt und Konzepte für eine optimierte praktische Bauausführung erarbeitet werden, die darauf abzielen die natürlichen Bodenfunktionen wiederherzustellen. Um dieses Ziel nach Abschluss der Bauvorhaben zu erreichen werden ergänzend Rekultivierungskonzepte zur Stabilisierung und Belebung der Böden erarbeitet. Die Optimierung von Planungsprozessen hinsichtlich der Verringerung einer quantitativen Bodeninanspruchnahme sowie einer effizienten Umsetzung des Bodenschutzes in der Planung wird durch die Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bearbeitet.

Kooperationspartner:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Institut für Geodäsie und Geoinformation, Prof. Dr.-Ing. Theo Kötter

Projektförderung:
Fa. Amprion GmbH, Dortmund

Projektbearbeitung:
M.Sc.agr. Jonas Splietker (Fachhochschule Südwestfalen)
Verm.-Ass. Dipl.-Ing. Michael Huppertz (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität)

Cropsense Komplexe Sensorik für Nutzpflanzenforschung und Züchtung und Bestandessteuerung Teilprojekt GS6 Sensorvalidierung unter praxisnahen Bedingungen

Projektleitung:
Prof. Dr. Thomas Weyer
Kooperation:
Julius Kühn-Institut, Pflanzenbau und Bodenkunde, Prof. Dr. J. Greef, Braunschweig
Von Thünen-Institut, Agrartechnologie und Biosystemtechnik, Dr. J. Brunotte Braunschweig
Förderung durch:
Ziel 2 Programm NRW 2007-2013 und EU-Programm Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (EFRE)
Projektbearbeitung:
N.N.
Projektzeitraum:
01.02.2012 - 30.09.2015
Projektziel:
CROP.SENSe.net ist ein innovatives, interdisziplinäres Netzwerk, welches den Einsatz moderner Sensorik zur Phänotypisierung in Zusammenarbeit mit vielen Partnern aus Forschung und Privatwirt-schaft weiterentwickeln will. Im Teilprojekt GS6 sollen die in den anderen Teilprojekten entwickelten Verfahren und Sensoren unter praktischen Bedingungen validiert werden. Ziel ist der Test der Sensoren für die Einzelpflanze und im Bestand. Ableitung von Aussagen zur praktischen Einsatzfähigkeit dieser Sensoren für das Bestandesmanagement sowie Ableitung von Empfehlungen für den Praxiseinsatz der Sensorik.

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