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Prof. Dr. Dirk Berben (hi. li.) übergibt die Faceshields an Caterina Knobloch (vo. Re.), Leiterin des Pflegeheims Wohlbehagen im Hochschulviertel
Prof. Dr. Dirk Berben (hi. li.) übergibt die Faceshields an Caterina Knobloch (vo. Re.), Leiterin des Pflegeheims Wohlbehagen im Hochschulviertel(Download )
08.06.2020

Das vielleicht wohltätigste Versuchsobjekt der Welt

An der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen werden Gesichtsvisiere gedruckt und an örtliche Seniorenheime übergeben

Hagen. Prof. Dr. Dirk Berben und sein Team drucken an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen mit den hauseigenen 3-D-Druckern die in Corona-Zeiten so begehrten Faceshields und übergeben sie an Hagener Seniorenheime. So schnell könnte diese Geschichte erzählt sein. Wenn sie so einfach wäre. Ist sie aber nicht. Das macht sie aber keinen Deut schlechter. Sondern viel interessanter.

Die Tüftler-Szene sitzt auf dem Trockenen. In Coronazeiten fallen nämlich ihre Treffen, die so genannten Makeathons, einfach weg. Jetzt wird in diesen Tagen ja so ziemlich alles ins Internet verfrachtet, was nicht niet- und nagelfest ist. Aber vielleicht ist es ja gerade das Summen von Dutzenden 3-D-Druckern, das für die Geistesblitze der Bastler sorgt.  Kann man diesen Gründergeist dorthin transportieren, wo er endgültig nicht mehr in der Luft liegt? Ins Internet? „Schwierig“, sagt Prof. Dr. Dirk Berben, „aber das herauszufinden, ist genau unser Auftrag.“ Der Auftrag kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das das bereits bestehende Forschungsprojekt Octocubes kräftig aufstockte, damit Berben und sein Team eine Lösung finden können. Die naheliegende Lösung ist die Videokonferenz. „Aber das reicht nicht“, sagt Berben, „hier müssen wir ansetzen und weiterdenken.“

Jetzt wären Tüftler nicht Tüftler, wenn dieses Weiterdenken nicht direkt in die Praxis geholt würde. Getüftelt wird quasi am lebenden Objekt. An Faceshields. „Sie sind das Vehikel, mit dem wir ausprobieren, ob und wie der Austausch und die Weiterentwicklung auch online funktioniert“, erklärt Berben. Nun werden also überall in Deutschland die 3-D-Drucker angeworfen und Gesichtsvisiere gedruckt. Auch an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Dann erfolgt der Austausch, wie gut sie sind, und was man eventuell optimieren kann. „Dazu brauchen wir aber Feedback“, sagt Berben, „und dieses Feedback erhoffen wir uns von den Hagener Seniorenheimen, die unsere Shields selbstverständlich kostenfrei bekommen.“

Damit liegt der Ball bei Caterina Knobloch. Sie ist Leiterin des Pflegeheims Wohlbehagen im Hochschulviertel. Und ihr ist es völlig egal, warum die Visiere gedruckt wurden, sie kann sie hervorragend gebrauchen. „Das ist gelebte Nachbarschaftshilfe und gerade für unsere Brillenträger*innen eine echte Erleichterung. Außerdem ist es für unsere Bewohnerinnen und Bewohner viel schöner, wenn sie gewohnte Gesichter erkennen, die sonst hinter der schweren Schutzbrille verborgen bleiben.“ Weitere Faceshields lieferten Berben und sein Team auch im nahe gelegenen Henry-Dunant-Haus ab. Und das muss natürlich nicht die letzte Übergabe gewesen sein. „Sobald Feedback eintrudelt, machen wir weiter“, sagt Prof. Berben. Dann wird im Austausch mit anderen Tüftlern weiter optimiert.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

14.07.2020

Face-Shields für OP-Lampen

Digitaler Make@thon im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Fachhochschule Südwestfalen und Universität Osnabrück

Hagen. Face-Shields, die die Übertragung von Viren erschweren, zählen für das medizinische Fachpersonal zur Grundausstattung. Für Operationen benötigen Ärzt*innen oft Stirnlampen, für die es bislang keine Face-Shield-Aufsätze gibt. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt der Fachhochschule Südwestfalen und der Universität Osnabrück sollen Personen angesprochen und vernetzt werden, die in ihrer Freizeit mithilfe von 3D-Druckern technische und medizinische Materialien produzieren. Anfang Juli fand der erste digitale Open Photonik Pro Make@athon statt, bei dem die Teilnehmer*innen zum einen Aufsatz für OP-Stirnlampen, zum anderen eine vollständig 3D-gedruckte OP-Stirnlampe mit Face-Shield konzipierten.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

03.08.2020

Auf dem Weg zur papierlosen Fertigung

Iserlohner FH-Student unterstützt mit seiner Abschlussarbeit die Digitalisierung bei der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG

Iserlohn. Felix Schönenberg, Student der Fertigungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn hat sich in seiner Abschlussarbeit mit der Digitalisierung von Rückmeldeprozessen für eine effiziente Auftragssteuerung bei der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG (ESM) beschäftigt. Das Ergebnis: Entlastete Beschäftigte, eine transparente Auftragssteuerung bzw.-verfolgung ohne zeitliche Verluste und ein geringerer Papier- und Druckmittelverbrauch.

30.07.2020

Informationsangebote für Studieninteressierte

Im laufenden Bewerbungszeitraum setzt die Fachhochschule Südwestfalen weiter auf ein umfangreiches Beratungsangebot

Iserlohn. Die Bewerbungsphase für ein Studium zum Wintersemester läuft aktuell. Da gibt es viele Fragen zu Voraussetzungen, Ablauf der Bewerbung oder zum richtigen Studienfach. Die Fachhochschule Südwestfalen bietet dazu im August wieder verschiedene Veranstaltungen für Studieninteressierte an.

28.07.2020

Studierende sind sehr zufrieden mit ihrer Fachhochschule

Weit über 80 Prozent können Studium an der Fachhochschule Südwestfalen empfehlen

Iserlohn. Die Studierenden aller Studienbereiche der Fachhochschule Südwestfalen wurden in der bundesweiten Trendence-Umfrage 2020 nach ihrer Zufriedenheit mit der Hochschule befragt. Über 600 haben sich beteiligt und stellen ihrer Hochschule ein gutes Zeugnis aus.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

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14.07.2020

Deutschkurse: Ein wichtiger Schritt zur Integration

Fachhochschule bereitet Flüchtlinge auf ein Studium in Deutschland vor

Soest. Corona-bedingt finden die studienvorbereitenden Deutschkurse für Flüchtlinge, die die Fachhochschule Südwestfalen an allen Standorten anbietet, seit einigen Wochen online statt. Teilnehmer*innen und Dozentinnen haben sich rasch an das neue Format gewöhnt. Für die Teilnehmer*innen bedeuten die Kurse einen ersten wichtigen Baustein in Richtung Integration.

10.07.2020

Vor der Sommerpause noch die Karriere pushen

FH SWF: Online-Seminare zu Vorstellungsgespräch, Karriere und mehr

Soest. Ersatzlos streichen – das war für die Organisatoren des Karrieretags keine Option. So stellte das Team in ständigem Austausch mit Ausstellern, Partnern und Hochschulangehörigen kurzerhand ein digitales Alternativprogramm auf die Beine. Adressaten wie Studieninteressierte, Studierende, Absolventen und Jobsuchende, profitieren auch jetzt noch: 2020 bietet der Karrieretag Online-Seminare, Beratungsgespräche, Vorträge und vieles mehr über das ganze Jahr an. Vor der Sommerpause gibt es noch vier Termine – kostenlos und offen für alle. Eine Anmeldung ist noch möglich.

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