Bericht über den 19. Internationalen Workshop 2016 in Holland

Reif für die Insel?!

Das könnte das Motto des diesjährigen Internationalen Workshops gewesen sein! Nach monatelanger Vorbereitung in ihren nationalen Teams kamen endlich am 16. April die Studierenden und Dozenten von 8 international kooperierenden Universitäten in Amsterdam zusammen. Los ging es bei „Coming together“ Stadtbesichtigung der etwas anderen Art: die holländischen Studierenden hatten mehrere interessante Touren ausgearbeitet, die eben nicht nur die klassischen Highlights aufwiesen, sondern auf die Belange der Studierenden zugeschnitten waren. Natürlich durfte auch die obligatorische Fahrt durch die Grachten mit dem Boot dabei nicht fehlen.

Am nächsten Tag ging es dann direkt weiter zum Tagungshotel – gelegen auf der Insel Ameland, die ja eigentlich eher für ruhige Familienurlaube bekannt sein dürfte. Was passiert also dort, wenn mehr als 50 Studierende mit ihrem Dutzend Dozenten dort einfallen? Nun, zuerst einmal müssen nach der Überfahrt mit der Fähre die passenden Fahrräder gefunden werden. Ja: alle saßen auf einem Bike, teilweise zum ersten Mal oder wieder nach langer Zeit! Und für Claude aus der Schweiz war extra ein Plattform-Ebike bereitgestellt worden, das wechselnd von den Kommilitonen pilotiert wurde.

Aber dann: eine Woche Arbeit! Im Rahmen einer Unternehmenssimulation wurden aus den Kommilitonen Konkurrenten auf den Absatzmärkten. Es galt, Strategien zu entwickeln, mit deren Umsetzung am Ende der hoffentlich größte Gewinn herausspringt. Gar nicht so einfach, wenn die Märkte dynamisch und die Konkurrenten clever sind! Dass solch eine Arbeit als Vorstand durchaus auch Spaß macht, kann man an den Gesichtern der Studierenden ablesen.

Nach drei Tagen endlich eine Pause bei der Arbeit! Ein Tag mit Firmenbesichtigungen stand auf dem Programm. Da durften natürlich weder eine Fahrradmanufaktur noch ein Käseproduzent fehlen. Die Firma Batavus als Hersteller von Fahrrädern der gehobenen Qualitätsstufe hatte sich dabei im Rahmen eines Assignments etwas Besonderes ausgedacht: nutzte sie doch die Gelegenheit, von den jungen internationalen Studierenden zu erfragen, wie sie denn als mögliche Zielgruppe bestmöglich zu erreichen sei. Der Mini-Workshop zeigte dann mit seinen Kurzpräsentationen der Studierenden selbst den Profis der Firma auf, wo Potentiale zu entdecken sind. Kurzum: für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung!

Zurück zur Arbeit! Nach weiteren drei Tagen stand ganz am Ende des Workshops eine professionelle Präsentation der Ergebnisse: Team für Team stand den kritischen Fragen der Dozenten und Mitspielern Rede und Antwort. Am Ende standen die vorläufig drei besten Unternehmen fest. Diese zeigten in einer zweiten Präsentation am Hochschulstandort in Rotterdam die Zukunftsperspektiven ihrer jeweiligen Unternehmen auf, was zur letztlich zur Gold-, Silber- und Bronzemedaille führte. Rotterdam – und es war „Kings Night“! Das heißt im Klartext: Party bis zum Morgen! So wurden die Ergebnisse der einwöchigen Arbeit gebührend gefeiert.

Leicht verkatert gings dann am nächsten Tag zur Besichtigung des Rotterdammer Hafens. Eines der größten Containerschiffe der Welt lag dort am Kai und löschte seine 17.000 Container. Was aus der Ferne noch ganz harmlos aussah, zeigte seine wahren Dimensionen, je näher das Besucherboot dem Giganten des Meeres näher kam. Eine fachkundige und sehr lebendig-interessante Informationsveranstaltung rundete diesen Trip ab.

Den Abschluss eines Workshops bildet traditionell ein Besuchsprogramm von weiteren Städten und Unternehmen bzw. Institutionen.

Dieses Jahr war das Europäische Parlament in Brüssel Ziel der Gruppe mit einer lebhaften Diskussion über Migration und Flüchtlinge, und den sehr aktuellen Ereignissen in der belgischen Hauptstadt (Bombenattentat am Brüsseler Flughafen).

Das Ende der Reise war dann in Paris mit Besichtigung der Peugeot Autofabrik und weiteren Highlights: der Eiffelturm bei Tag und Nacht, Bootsfahrt auf der Seine, Notre Dame, Arc de Triomphe und und und…

Was bleibt im Gedächtnis? Hier ein paar Statements von Studierenden – im englischen Originalzitat:

  • The main highlight for me was, that I now can say that I have friends from eight different countries. The simulation is just a game, but I truly believe that I created friendships that will last a lifetime. The workshop allowed me to step out of my comfortzone, which has truly changed my personality and increased my confidence to its highest level. The experience is intangible!
  • I liked very much the evenings with the presentations of the countries.